Der Apotheker – komische Oper von Joseph Haydn

Der Apotheker – komische Oper von Joseph Hayn

im Kulturhaus Schmied Villa; Bahnstraße 31; 2230 Gänserndorf
Aufführungsdatum: Samstag, 31.10.2015 um 19.00 Uhr

Kartenverkauf:

Bezirksapotheke; Bahnstraße 45; 2230 Gänserndorf
Vorverkauf: Euro 17.-
Abendkasse Euro 19.-; Kinder bis 14 Jahren: frei
telefonische Reservierung: 0650 9834022

Regie und Bearbeitung: Ulla Pilz
Musikalische Leitung: Nana Masutani
Grilletta: Iza Kopec
Volpino: Armin Gramer
Mengone: Martin Mairinger
Sempronio: Johannes Hanel

Das Stück und die Aufführung

Am 31. Oktober verwandelt sich das Kulturhaus Schmied Villa in Gänserndorf zur Opernbühne. Am Programm steht die komischen Oper „Der Apotheker“ von Joseph Haydn.

Das Ensemble von „Kultur.Theater.Musik“ hat die Zielsetzung, klein besetzte Musiktheaterwerke im ländlichen Raum, fern von den großen Opernbühnen, aufzuführen. Heuer steht erstmals ein Werk von Joseph Haydn auf dem Programm.
Ein idealer Anlass, einen stimmungsvollen und vergnüglichen Abend in der Schmied Villa in Gänserndorf zu verbringen.

Um Haydns Musik zum Leben zu erwecken, steht ein hochkarätiges junges Ensemble unter der musikalischen Leitung der Pianistin Nana Masutani zur Verfügung:
Die Sopranistin Iza Kopec wird die Rolle der Grilletta verkörpern und der international erfolgreiche Countertenor Armin Gramer wird als Volpino zu sehen und zu hören sein. Der aus Niederösterreich stammende Tenor Martin Mairinger, wird die Rolle des Mengone interpretieren und Bariton Johannes Hanel schlüpft in die Partie des Sempronio.

Für die Inszenierung und Bearbeitung des Stückes ist die aus unzähligen Musiktheaterproduktionen, sowie aus Ö1, bekannte Ulla Pilz verantwortlich.

Über das Stück

Als Fürst Nikolaus Esterházy in den 1760er Jahren ein ganzes Sumpfgebiet trockenlegen lässt, um sich ein prunkvolles Schloss zu errichten, darf natürlich auch ein eigenes Opernhaus nicht fehlen. 1768 wird es feierlich eröffnet, und zwar mit einem der bis heute beliebtesten Bühnenwerke Joseph Haydns: „Lo Speziale“, „Der Apotheker“, eine komische Oper sehr frei nach Carlo Goldoni.

Von Esterháza aus tritt die Oper einen wahren Siegeszug durch Europa an; Grund dafür sind einerseits die meisterhafte Musik, die an einigen Stellen schon Mozarts beste Werke vorwegzunehmen scheint und andererseits die spritzige und turbulente Handlung samt Liebeswirren, grotesker Verkleidungen und Happy End; damals wie heute eine Kombination, die beste Unterhaltung auf höchstem künstlerischem Niveau garantiert.

Schon zu Haydns Lebzeiten kursieren mehrere Fassungen des Stücks, Teile sind überhaupt nur fragmentarisch erhalten. Für die unsere Aufführung erstellen wir nun eine neue, behutsam aktualisierte Singspielversion, das heißt, wir verzichten erstmals auf die Rezitative und ersetzen sie durch komödiantische Dialoge als Gegengewicht zur prachtvollen Musik der Arien und Ensembles.

In unserer Fassung ist der Apotheker Sempronio ein gutbürgerlicher Unternehmer von heute. Unter dem Apothekermantel seines Bediensteten Mengone verbirgt sich ein sanfter, verliebter Hippie und unter dem seines Mündels Grilletta ein heimliches Punkgirl, das viel mehr sein will als der Spielball ihrer Verehrer. Volpino, Goldonis „reicher, junger Geck“ bleibt der hauptberuflich verwöhnte Sohn reicher Eltern, der er auch schon im Original ist.
Dass der Ziehvater, der Lehrbub und der höhere Sohn hinter der einzigen jungen Dame her sind und kaum ein Mittel scheuen, um die beiden anderen auszustechen, bleibt als Zündfunke aller Turbulenzen selbstverständlich ganz im Sinne Goldonis erhalten.

Inhalt

Nur aus Liebe zur schönen Grilletta arbeitet der sanfte junge Mengone in der Apotheke ihres Vormunds Sempronio. Der hat zwar nichts anderes im Kopf als die neuesten Nachrichten aus aller Welt, es aber selbst auf sein Mündel abgesehen, vor allem wegen ihrer Mitgift. Und auch der reiche Volpino, der Sempronios Apotheke gar so häufig besucht, tut das nicht aus medizinischen Gründen, sondern weil er an Grilletta Gefallen findet.

Als der Apotheker versucht, seine Eheschließung mit der Ziehtochter unter Dach und Fach zu bringen, verkleiden sich seine Nebenbuhler als Notare und setzen jeweils ihren eigenen Namen in den Ehevertrag ein. Der Schwindel fliegt natürlich auf, aber statt aufzugeben, versteigt sich Volpino in eine noch haarsträubendere Lügengeschichte: Er erscheint als reicher Orientale, der Sempronio einen hoch dotierten Posten in der Ferne verspricht, weit weg von Grilletta. Allerdings hat Volpino hier die Rechnung ganz ohne Mengone gemacht und vor allem ohne Grilletta….


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